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Diagnostik und Sensorik

Ein Schweißsensor, der sich selbst erneuert und drei Wochen misst

Die University of California, Irvine, misst Cortisol, Harnstoff, Laktat und Glukose gleichzeitig, ohne Batterie und ohne Sport.

berlimed Insights

Sensoren auf der Haut können Werte aus dem Schweiß erfassen, verbrauchen sich aber meist nach kurzer Zeit. Eine Arbeitsgruppe der University of California, Irvine, hat in Nature Biomedical Engineering einen Sensor vorgestellt, der sich im Betrieb selbst regeneriert.

Der Ansatz

Der Sensor nutzt Kunststoffe mit eingeprägten Mustern, die gezielt ein bestimmtes Molekül binden. Die passenden Kunststoffe wählte das Team mit Computerberechnungen aus. Eine kurze elektrische Spannung löst die gebundenen Moleküle wieder, sodass der Sensor ohne Eingriff weiterarbeitet.

Strom und Datenübertragung laufen über ein Smartphone per NFC, eine Batterie ist nicht nötig. Ein Hydrogel regt die Haut über den induzierten Strom zum Schwitzen an, Sport ist also nicht erforderlich.

Die Ergebnisse

Der Sensor misst Cortisol, Harnstoff, Laktat und Glukose gleichzeitig. Er arbeitete bis zu 21 Tage zuverlässig, auch bei wechselndem pH-Wert und unterschiedlichen Temperaturen.

Was die Studie nicht zeigt

Wie viele Freiwillige den Sensor getragen haben, nennen Zusammenfassung und Mitteilung nicht. Eine Studie zur diagnostischen Genauigkeit gibt es noch nicht, und wie gut die Schweißwerte den Blutwerten entsprechen, ist für diese Stoffe nicht belegt. Ein Patent ist angemeldet, das Gerät befindet sich in Entwicklung.

Unsere Einordnung

Ein wiederverwendbarer Sensor ohne Batterie, der mehrere Werte zugleich misst, ist eine gute Vorlage für Messsysteme, die man über Tage auf der Haut trägt.