Cordycepin stammt aus dem Pilz Cordyceps militaris und wirkt entzündungshemmend. Im Körper wird der Stoff jedoch schnell abgebaut. Forschende des Lingang Laboratory und der ShanghaiTech University haben deshalb 22 Abwandlungen hergestellt und die stabilste weiterentwickelt.
Der Ansatz
Die ausgewählte Verbindung CPD3a besitzt eine besonders feste chemische Bindung und wird im Körper kaum abgebaut. Das Team hat sie in ein Mikronadelpflaster eingearbeitet, das den Wirkstoff direkt in die erkrankte Haut bringt.
Die Ergebnisse
In einem Mausmodell mit psoriasisähnlicher Erkrankung wirkte das Pflaster abhängig von der Dosis. Die Hautveränderungen und die Verdickung der Oberhaut gingen zurück, ebenso die Entzündung im ganzen Körper. Genanalysen zeigten, dass Entzündungssignale gedämpft und Gene für die Barriere der Haut aktiviert wurden. Das Pflaster wurde gut vertragen.
Was die Studie nicht zeigt
Alle Ergebnisse stammen aus Versuchen an Mäusen, Daten am Menschen gibt es nicht. Einen Vergleich mit üblichen Cremes, etwa mit Kortison oder Vitamin-D-Abkömmlingen, enthält die Zusammenfassung nicht.
Unsere Einordnung
Die Arbeit zeigt, wie ein Wirkstoff, der für sich allein zu instabil wäre, erst zusammen mit einem geeigneten Abgabesystem nutzbar wird. Diese Verbindung von Molekül und Pflaster ist für die transdermale Entwicklung der eigentlich interessante Punkt.



