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Biotechnologie

Melanom: individuelle mRNA-Therapie erreicht Hauptziel in Phase 3

Merck und Moderna melden erste Ergebnisse der Studie INTerpath-001. Zahlen zur Wirkung liegen noch nicht vor.

berlimed Insights

Beim Melanom, dem gefährlichsten Hautkrebs, kommt es auch nach vollständiger Operation häufig zu Rückfällen. Merck und Moderna testen deshalb eine mRNA-Therapie, die für jeden Patienten einzeln aus den Merkmalen seines Tumors hergestellt wird. Am 19. August 2026 haben die Unternehmen erste Ergebnisse der Phase-3-Studie INTerpath-001 veröffentlicht.

Die Studie

1.137 Patienten mit vollständig entferntem Melanom im Stadium IIB bis IV wurden im Verhältnis 2 zu 1 auf zwei Gruppen verteilt. Die eine Gruppe erhielt die mRNA-Therapie intismeran autogene zusätzlich zum Immuntherapeutikum Keytruda, die andere Placebo und Keytruda. Die Therapie wurde alle drei Wochen gegeben, höchstens neunmal.

Die Ergebnisse

Nach Angaben der Unternehmen hat die Studie ihr Hauptziel erreicht, ein längeres Überleben ohne Rückfall. Auch das wichtigste Nebenziel, ein längeres Überleben ohne Fernmetastasen, wurde erreicht. Neue Sicherheitsprobleme traten nicht auf.

Was noch fehlt

Die Mitteilung nennt keine Effektgrößen aus der Phase-3-Studie, nur ältere Werte aus Phase 2b. Das Gesamtüberleben ist noch nicht ausgewertet. Die Daten sind nicht begutachtet und sollen auf einem Fachkongress vorgestellt werden, eine Zulassung gibt es nicht.

Unsere Einordnung

Bestätigen sich die Daten, wäre es das erste positive Phase-3-Ergebnis für eine individuelle mRNA-Krebstherapie. Für die Wirkstoffabgabe über die Haut ist das relevant, weil mehrere Gruppen daran arbeiten, mRNA künftig über Mikronadelpflaster statt Spritzen zu verabreichen.