Angeborene Ichthyosen sind seltene Erbkrankheiten, bei denen die Hautbarriere stark gestört ist. Eine Arbeitsgruppe der Northwestern University in Chicago hat untersucht, wie häufig Betroffene zusätzlich an Allergien leiden. Die Studie erschien am 6. August 2026 im Journal of Allergy and Clinical Immunology.
Die Studie
Befragt wurden Patienten mit ärztlich bestätigter Ichthyose sowie Eltern betroffener Kinder. Von 130 Eingeladenen beantworteten 115 den Fragebogen. Die Ergebnisse wurden mit Daten einer landesweiten Gesundheitsbefragung in den USA aus dem Jahr 2021 verglichen.
Die Ergebnisse
68,2 Prozent der Teilnehmer berichteten mindestens eine ärztlich diagnostizierte atopische Erkrankung, bei Kindern 64,3 und bei Erwachsenen 72,5 Prozent. Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergien und allergisches Asthma waren deutlich häufiger als in der Vergleichsgruppe. Am höchsten lagen die Werte bei schweren Formen wie dem Netherton-Syndrom und bei der X-chromosomalen Ichthyose.
Was die Studie nicht zeigt
Die Stichprobe ist klein, die Teilnehmer haben sich selbst gemeldet und den Subtyp selbst angegeben. Verglichen wurde mit Bevölkerungsdaten statt mit einer passenden Kontrollgruppe. Ob die gestörte Barriere die Allergien verursacht, kann eine Querschnittsbefragung nicht belegen.
Unsere Einordnung
Die Daten stützen die Annahme, dass eine durchlässige Haut den Weg für Sensibilisierungen öffnet. Das spricht für Produkte, die die Barriere wiederherstellen, und für ein frühes Screening auf Allergien bei Barriereerkrankungen.



